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Vistech

WIE SCHRAUBFUNDAMENTE FUNKTIONIEREN

Ein Schraubfundament wird in Stunden installiert — nicht in Tagen. Hier erfahen Sie, warum die Methode funktioniert und warum sie langlebig ist.

Wie ein Schraubfundament tatsächlich funktioniert

Ein Schraubfundament besteht aus einem Stahlschaft, an dem eines oder mehrere helikale Schraubblätter entlang seiner Länge angeschweißt sind.

Ein zertifizierter Fachbetrieb dreht es mit einem hydraulischen Antrieb auf einem Bagger in den Boden. Während sich der Pfahl dreht, ziehen die Schraubblätter ihn mit kontrollierter Geschwindigkeit nach unten — wie eine Schraube in Holz. Erreicht der Pfahl tragfähigen Boden unterhalb der Frosttiefe, bestätigt das gemessene Eindrehmoment, dass die für das Projekt benötigte Tragfähigkeit erreicht ist.

Das ist die Kurzfassung. Die längere Fassung erklärt, warum diese Methode Beton in Geschwindigkeit, Präzision und Langzeitstabilität schlägt.

Was Sie tatsächlich in den Boden bringen

Der zentrale Schaft besteht aus vollem oder hohlem Stahl (rund oder quadratisch), mit Durchmessern typischerweise zwischen ca. 73 mm und 114 mm — je nach Anwendung. Der Schaft überträgt die Drehkraft während der Installation und trägt nach Einbau die Vertikallast.

Die Schraubblätter sind ein bis drei an den Schaft geschweißte Stahlplatten mit definierter Steigung — typischerweise 76 mm pro Umdrehung. Die Steigung steuert die Eindringgeschwindigkeit: Eine volle Umdrehung schiebt den Pfahl exakt 76 mm vor. Diese Berechenbarkeit erlaubt eine präzise Tiefenkalkulation — kein Schätzen.

Der Pfahlkopf oder das Anschlussbauteil ist die stählerne Verbindung an der Geländeoberkante, die die Last der Konstruktion auf das Schraubfundament überträgt. Pfahlköpfe werden für Holzbalken, Stahlträger, Betonstützen und andere bautechnische Anschlüsse maßgefertigt.

Alle Vistech-Schraubfundamente sind feuerverzinkt gemäß ASTM A123M und ISO 1461 oder — je nach Bodenbedingung und Exposition — epoxidbeschichtet. Korrosionsschutz ist kein Extra. Er ist Teil der ingenieurtechnischen Spezifikation.

Unser Installationsablauf — Schritt für Schritt

Schritt 1. Standortbeurteilung und Layout

Bevor ein einziges Schraubfundament in den Boden geht, prüft ein zertifizierter Vistech-Fachbetrieb die Baustelle: Sichtung der Projektpläne, Identifikation der Lastpunkte und bei Bedarf Auswertung von Bodendaten oder eines geotechnischen Berichts gemäß DIN EN 1997-2.

Die meisten Wohnbauprojekte (Terrassen, Anbauten, Gartenhäuser) benötigen keinen geotechnischen Bericht. Gewerbe- und Hochlastanwendungen schon. Die Pfahlpositionen werden markiert, und der Fachbetrieb bestätigt die örtlichen Frosttiefen-Anforderungen.

Schritt 2. Baggerrüstung und Kalibrierung

Vistech-Fachbetriebe verwenden hydraulische Antriebsköpfe auf kompakten Minibaggern, die speziell für die Installation von Schraubfundamenten ausgelegt sind.

Die geringe Aufstandsfläche erlaubt Arbeiten in Bereichen, die ein Standardbagger nicht erreicht. Die Ausrüstung wird vor jedem Projekt kalibriert, um genaue Eindrehmoment-Werte zu gewährleisten. Die Eindrehmoment-Messung ist die primäre Methode zur Bestätigung der Tragfähigkeit im Feld.

Schritt 3. Einbringen des Schraubfundaments

Das Schraubfundament wird an der markierten Position angesetzt und mit dem hydraulischen Antrieb in den Boden gedreht.

Der Fachbetrieb überwacht drei Parameter gleichzeitig: Lot (vertikale Ausrichtung), Umdrehungszahl (Tiefe nach Steigungsberechnung) und Eindrehmoment (Tragfähigkeit). Die Drehzahl liegt typischerweise bei 15 bis 25 U/min. Die Schraubblätter schneiden den Boden, statt ihn zu verdrängen — das minimiert die Bodenstörung.

Bei einer Standard-Wohnterrasse mit 6 bis 10 Schraubfundamenten ist eine zweiköpfige Mannschaft in 3 bis 6 Stunden fertig.

Schritt 4. Eindrehmoment-Verifikation

Auf Endtiefe protokolliert der Fachbetrieb das Eindrehmoment am kalibrierten Antriebskopf. Dieser Drehmomentwert wird über einen empirisch validierten Korrelationsfaktor (spezifisch für die Pfahlgeometrie) in eine geschätzte Tragfähigkeit umgerechnet.

Der Drehmoment-Messwert ist der Qualitätssicherungs-Checkpoint. Erreicht ein Schraubfundament das Mindest-Drehmoment auf der vorgesehenen Tiefe nicht, dreht der Fachbetrieb tiefer ein, wechselt den Pfahldurchmesser oder passt das Layout an.

Schritt 5. Pfahlkopf-Montage und Nivellierung

Sobald alle Schraubfundamente auf Tragfähigkeitstiefe stehen, werden die Pfahlköpfe montiert und nivelliert.

Bei Holzrahmen-Terrassen und -Anbauten bedeutet das: Die Pfahlkopf-Höhe wird so eingestellt, dass Ihr Träger eben aufliegt — unabhängig von Geländegefälle. Das ist einer der praktischen Vorteile gegenüber Beton: Pfahlköpfe sind im Feld höhenverstellbar. Gegossene Streifenfundamente sind es nicht.

Frosthebung: Das Problem, das Schraubfundamente lösen

In Klimazonen mit ausgeprägten Frost-Tau-Wechseln — der gesamte DACH-Raum, insbesondere Hochlagen — ist die saisonale Frosthebung die häufigste Ursache von Fundamentbewegungen bei Wohnbauten.

Wenn Bodenfeuchtigkeit gefriert, dehnt sie sich aus. Liegt Ihr Fundament in der aktiven Frostzone, schiebt diese Ausdehnung die Konstruktion nach oben. Beim Tauen setzt sich die Konstruktion ungleichmäßig wieder. Über Jahre entstehen Risse in Terrassen, schiefe Böden und strukturelle Schäden.

Schraubfundamente werden grundsätzlich unterhalb der Frosttiefe verankert. Unterhalb der Frostlinie hört die Bodenbewegung auf. Ein dort verankerter Pfahl bleibt das gesamte Jahr über fix.

THERMO-SCHRAUBFUNDAMENT

Eingebauter Frostschutz

Das VIstech Thermo-Schraubfundament™ ist eine patentierte Weiterentwicklung des Standardpfahls — speziell für Standorte mit ausgeprägten Frostbedingungen.

Eine integrierte Wärmedämmschicht bricht die Wärmebrücke entlang des Schafts. Oberflächlicher Frost überträgt sich nicht mehr in die Tiefe. Der Pfahl bleibt unterhalb der Frosttiefe in stabilem Boden verankert — ganzjährig.

Empfohlen für Wintergärten, Anbauten und Hochlast-Standorte in Mittelgebirgs- und Alpenlagen, wo die Frosttiefe regional 1,5 m übersteigen kann.

Zertifizierte Installation: Was das in der Praxis bedeutet

Vistech verkauft Schraubfundamente nicht für Selbsteinbau an Eigentümer. Jedes Vistech-Schraubfundament wird von einem zertifizierten Vertragspartner installiert, der das Vistech-Schulungsprogramm absolviert hat.

Zertifizierung bedeutet, dass der Fachbetrieb in Ausrüstungskalibrierung, Eindrehmoment-Interpretation, Pfahlauswahl, Lastberechnung und Normkonformität nach DIN EN 1997 (Eurocode 7), ÖNORM B 1997-1 (AT) und SIA 267 (CH) geschult ist.

Die Zertifizierung wird jährlich überprüft. Ein Schraubfundament ist nur so gut wie seine Installation — deshalb endet unsere Verantwortung nicht in der Fertigung, sondern reicht bis auf die Baustelle.

Bereit, auf einem Fundament zu bauen, das nachweislich standhält?

Über 150 zertifizierte Vistech-Fachbetriebe in Nordamerika und Europa stehen bereit, Ihr Grundstück zu beurteilen und Ihre Installation zeitnah einzuplanen. Geben Sie Ihren Standort ein, finden Sie den passenden Fachbetrieb, fordern Sie ein kostenloses Angebot an und starten Sie Ihr Projekt.

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