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Die Karawane in Charlevoix

Apr 13, 20243 min read

Pstech Charlevoix: Landschaft, Kulinarik und Schraubfundamente

EIN EMPFANG WIE FÜR KÖNIGE IN CHARLEVOIX

Nach dem Regen scheint die Sonne! Um unser nächstes Ziel, Charlevoix, zu erreichen, verließen wir Sherbrooke kurz nach unserem Abschied von Johnny Bessette und fuhren auf dem Highway 20 Richtung Osten. Natürlich legten wir einen kurzen Zwischenstopp in Madrid ein, machten Fotos mit den Dinosauriern und deckten uns mit Snacks ein, bevor wir weiter nach Sainte-Anne-de-Beaupré fuhren. Einen Campingplatz hatten wir nicht reserviert, fanden aber schließlich einen Übernachtungsplatz im Motel et Condo Chez Charley direkt am Ufer des Sankt-Lorenz-Stroms. Selbst zu später Stunde konnten wir noch ein Zimmer beziehen und unser Wohnmobil anschließen. Außerdem gewann unser Roadtrip dort einen neuen Fan hinzu! Zugvögel auf ihrem Weg nach Norden begleiteten uns bis in die frühen Morgenstunden und boten uns am Flussufer ein beeindruckendes Naturschauspiel. Besser hätte die Region uns kaum empfangen können.

Am nächsten Morgen lagen nur noch wenige Kilometer zwischen uns und unserem Treffen mit Normand Boudreault, dem Franchise-Partner für Québec–Charlevoix. Wir trafen uns im Naturschutzgebiet Cap-Tourmente. Die Sonne spiegelte sich auf den teilweise noch schneebedeckten Hängen des Mont-Sainte-Anne und vermittelte bereits einen Vorgeschmack auf den Frühling. Normand erwartete uns gut gelaunt am Eingang des Parks, als Audrey vom Informationszentrum uns leider mitteilte, dass die Schneegänse bereits im Morgengrauen weitergezogen waren. Trotzdem gab es noch genug zu entdecken, bevor wir den Steg und die Aussichtsplattform erreichten, die Normand selbst mit aufgebaut hatte. Für dieses anspruchsvolle Projekt musste sogar eine Eisbrücke errichtet werden, damit die Maschinen im sumpfigen Gelände nicht einsanken. Da es sich um eines seiner ersten Projekte dieser Größenordnung handelte, konnte Normand auf die Unterstützung seiner Kollegen aus Saguenay zählen, die sowohl Maschinen als auch Fachwissen einbrachten, um die technischen Herausforderungen zu meistern und die Termine einzuhalten.

Normand ist ein offener Mensch mit ansteckend guter Laune und einer Ausstrahlung, die an einen Fernsehmoderator erinnert. Er bewegt sich mit Selbstverständlichkeit durch die Region, und man merkte sofort, wie sorgfältig er unseren Besuch vorbereitet hatte. Aus seiner früheren Tätigkeit in der Gastronomie und als Weinrepräsentant hat er ein ausgeprägtes Gespür für Gastfreundschaft und den Umgang mit Menschen mitgenommen. Für Normand, Genießer, Kenner seiner Region und erfahrener Unternehmer, ist es wichtig, dass sich alle wohlfühlen – Kunden, Freunde und Familie gleichermaßen. Wie bereits erwähnt, wurden wir wie Könige empfangen – und zwar in einem kleinen kulinarischen Juwel der Region: der Maison d’Affinage Maurice Dufour. Normand kennt die Betreiber seit vielen Jahren. „Wir schätzen unsere Region sehr und möchten den Menschen zeigen, was sie zu bieten hat“, erklärte er. Sogar Ila durfte den Schafskäse probieren. Und als Französin mit einer Vorliebe für guten Käse muss ich zugeben, dass Québec mich immer wieder überrascht.

Doch auch die schönsten Begegnungen gehen irgendwann zu Ende. Nachdem alle wieder im Wohnmobil Platz genommen hatten, machten wir uns erneut auf den Weg. Noch am selben Abend erwarteten uns Lynda Brassard und ihre Familie in Jonquière – jene Franchise-Partner, die Normand zuvor beim Projekt in Cap-Tourmente tatkräftig unterstützt hatten.

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